Genau 300 Fahrtage brauchten wir für die 16’600 Kilometer von Singapur bis in die Schweiz. Insgesamt waren wir 522 Tage unterwegs. Nach 1160 Stunden im Sattel war der grosse Moment gekommen und wir wurden zuhause herzlich empfangen.
Archamps – Uetendorf | 03.02.2026 – 05.02.2026 | 199,30 km | 1560 m
Der strömende Regen war nicht besonders motivierend, uns vom Hotel in Archamps auf den Weg in die Schweiz zu machen. Wir warteten gut eine Stunde, bis der Regen etwas nachliess und stiegen dann aufs Fahrrad. Immer bergab fuhren wir bis nach Genf.
Sehr spannend war, dass wir uns unmittelbar nach der Grenze sofort zuhause fühlten. Die Strassenschilder und Strassenmarkierungen waren plötzlich genau so, wie wir es gewohnt waren. Vertraute Marken waren überall und es fühlte sich ein wenig so an, als wären wir nie weg gewesen.
In Genf fuhren wir zuerst zum Jet d’Eau, um dort ein Selfie zu schiessen, bevor wir dem See entlang Richtung Lausanne fuhren.

In einer Bushaltestelle assen wir ein paar Snacks zu Mittag, denn die Restaurants schienen uns alle viel zu teuer – Ja, an die Schweizer Preise waren wir nicht mehr so gewohnt 😀 Glücklicherweise hörte nach dem Mittagessen der Regen auf und die Berge am Südufer des Genfersees kamen langsam zum Vorschein. Eine wunderschöne Region!
Wir hielten kurz am Strassenrand an, als wir von einer Radfahrerin angesprochen wurden. Sie lud uns im nächsten Dorf bei sich zuhause zu Suppe und Tee ein. Wir hatten ehrlich gesagt nicht damit gerechnet, dass wir auch in der Schweiz von fremden Menschen eingeladen würden.
Susan und ihre Tochter lauschten gespannt unseren Geschichten, während wir die warme Stube, Suppe und einen Tee genossen. Was für ein Willkommen in der Schweiz! So verbrachten wir den ganzen Nachmittag dort, bevor wir weiterradelten. Wir kamen nach Einbruch der Dunkelheit auf dem Campingplatz in Lausanne an. Zu unserer Freude hatte dieser schon offen!

Wir kochten im Dunkeln Pasta und heisses Wasser für die Nacht, bevor wir uns ins Zelt legten. Während wir unsere Pasta assen, konnten wir den Mondaufgang bestaunen. Es wurde in der Nacht recht kalt, am Morgen war das Zelt gefroren. Trotzdem schliefen wir wunderbar.

Es dauerte eine Weile, bis wir bereit für den zweiten Tag in der Schweiz waren. Am Morgen aus dem warmen Schlafsack in die Kälte zu starten brauchte ein bisschen Überwindung. Erst kurz vor Mittag fuhren wir los, nachdem wir all unsere Sachen gepackt, und gefrühstückt hatten: Von Lausanne fuhren wir den Berg hoch und hatten uns dadurch schnell von der morgendlichen Kälte aufgewärmt.
Danach fuhren wir durch uns völlig unbekannte Dörfer bis an die Broye. Nach der Abfahrt in das schöne Städtchen Moudon folgten wir dem Broyetal bis nach Payerne. Von dort aus ging es während des Feierabendverkehrs der Hauptstrasse entlang via Avenches bis nach Murten, wo wir uns für die letzte Nacht unserer Reise ein Hotel gegönnt hatten.
Am nächsten Morgen – wir wollten gerade gehen – kamen wir mit dem Chef des Restaurant Jäger, wo wir residiert hatten, ins Gespräch. Er war ganz begeistert von unserer Reise und offerierte uns Kaffee und Frühstück! Wir blieben lange sitzen, bevor wir kurz vor zwölf Uhr endlich losfuhren… Die letzte Etappe der Tour!
Für das Seeland üblich gab es dichten Nebel und der Blick auf den schönen Murtensee blieb uns verwehrt. Wir fuhren Richtung Kerzers und dann nach Golaten, wo die Saane in die Aare fliesst. Kurz bevor wir die Saane überquerten, fuhren wir durch einen Wald hinunter zum Fluss. Unten angekommen war der Nebel plötzlich verschwunden und es gab strahlend blauen Himmel.

Wir folgten danach der Aare bis zum AKW Mühleberg, überquerten das Stauwehr Mühleberg und fuhren dann bei bestem Wetter dem Wohlensee entlang bis nach Hinterkappelen, wo wir den letzten kleinen Anstieg des Tages überwanden und in der Bundeshauptstadt ankamen.

Nach einer kurzen Pause und Stärkung fuhren wir durch Bern nach Wabern. Dort kamen wir ganz in die Nähe, wo wir früher wohnten. So ein spezielles Gefühl, plötzlich auf meiner alten Joggingrunde zu sein! Wir entschieden uns, durch das Aaretal zu fahren, und so fuhren wir zuerst zum Flughafen Bern/Belp, wo wir wieder die Aare erreichten.
Vor der Abfahrt nach Belp sahen wir das erste Mal das Alpenpanorama mit Eiger, Mönch und Jungfrau bei absolut traumhaftem Wetter. Ein sehr emotionaler Moment!

Mit Rückenwind fuhren wir Richtung Münsingen den Alpen entgegen. Mittlerweile war auch das Stockhorn, quasi unser „Hausberg“, am Horizont erschienen. Wir konnten kaum glauben, was für einen Traumtag wir für den letzten Tag erwischt hatten. Es war so, als würde uns das Berner Oberland willkommen heissen. Wunderschön!
Bei Uttigen überquerten wir zum vierten und letzten Mal die Aare und fuhren die restlichen Kilometer bis nach Uetendorf. Beim Ortseingangsschild hielten wir an für das letzte Selfie der Tour.

Es war vollbracht. 16630 Kilometer waren wir in den vergangenen 522 Tagen geradelt und nun war der Moment gekommen, welchen wir uns unterwegs immer wieder vorgestellt hatten. Bei besonders steilen Anstiegen, bei schlechtem Wetter oder einem Platten hatte es uns immer wieder motiviert, weiterzumachen: Das Ankommen zu Hause.
Wir fuhren bei meinem Elternhaus vor, wo meine Eltern uns schon mit Ballons und einem Banner erwarteten. Umarmungen, Lachen, Glücksgefühle!
Und dann war sie vorbei, unsere Reise mit dem Fahrrad von Singapur bis nach Hause… Aber die Erinnerungen, die werden wir ein Leben lang mit uns tragen!















Welcome back!!!! 😁 Hoffentlech bis gly!
Z’nächscht Mau bi üs 😉
Ganz herzliche Gratulation. Eine riesen Leistung, welche ihr als Team geschafft habt. Erinnerungen für ein ganzes Leben.
Herzlich Sabina
Hallo Sabina
Vielen Dank. Ja, wir sind ein tolles Team 🙂 <3
Liebe Grüsse
Damian & Vivi
Einfach nur grossartig, was ihr zwei geleistet habt!
Schön, dass wir dabei sein durften.
Barbara und Peter
Hallo zusammen
Vielen Dank, dass ihr dabei wart.
Liebe Grüsse
Damian & Vivi
Hallo zusammen
Gratuliere zu der grossen Leistung
Schön das Ihr Unfall frei und Gesund wieder zuhause seid .
Beatrice
Hallo Beatrice
Danke. Ja, dass wir gesund und unfallfrei geblieben sind, ist das wichtigste!
Liebe Grüsse
Damian & Vivi
Gugus ihr Zwei!
Mit viel Interesse habe ich eure Reise vom Sofa aus mitverfolgt. Danke, durfte ich ein bisschen dabei sein. Lebenserfahrung vom Feinsten bis zum Göbsten – unvergesslich.
Uetendorf ist überall …….. und nun die ganze Welt in Uetendorf 😉.
Herzliche Grüsse
Matthias aus dem Kino
Hoi Matthias
Danke, dass du unsere Reise mitverfolgt hast!
Liebe Grüsse von Uetendorf ins Kino
Damian & Vivi
Herzliche Gratulation zur vollbrachten Tour🤩🥳🥳!!! Die Rückkehr in die Schweiz ist toll beschrieben, das erwartet uns noch🫣. Auch, wie ihr auf das Alpenpanorama zufährt, ist einmalig😍.
Wir wünschen euch gutes Ankommen, tolles Familienwiedersehen und erfolgreiche Jobsuche.
Wir würden wir uns sehr freuen, euch mal persönlich zu treffen… wenn wir von unserer Tour zurück sind (Frühling 2027?)😊!
Hallo zusammen
Vielen Dank! Ja, die Rückkehr ist bestimmt einer der speziellsten Momente auf solch einer Reise.
Falls ihr auf dem Rückweg in Uetendorf vorbei fährt, seid ihr herzlich bei uns eingeladen 🙂 Und sonst dann sehr gerne, wenn ihr auch angekommen seid!
Weiterhin gute und sichere Fahrt!
Vivi & Damian