Durch Frankreich fuhren wir Richtung Schweiz. Wir versuchten dabei, Regen, Schnee und Höhenmeter zu vermeiden, um möglichst sanft durch den Winter zu kommen. Zuerst entlang der Rhone, danach der Isère, sahen wir die schneebedeckten Alpen – und somit auch die Schweiz – immer näher kommen!
Jouques – Archamps | 18.1.2026 – 2.2.2026 | 511,50 km | 2630 m
An unseren Pausentagen haben wir unsere Unterkunft nicht verlassen, da es die ganze Zeit stark geregnet hat. Wir hatten unsere Rast wieder perfekt geplant, denn am Tag der Weiterfahrt war das Wetter wieder einigermassen trocken.
Es ging weiter Richtung Avignon zur Rhone. Wir folgten dabei zuerst dem EDF-Kanal, später der Durance. Diese überquerten wir beim Ort Mallemort (mit dem coolsten Ortswappen) neben einer alten, stillgelegten Hängebrücke. Abends erreichten wir den Ort L’Isle-sur-la-Sorgue. Ein spannender Ort, welcher von zahlreichen Kanälen durchflossen wird. Diese wurden zum Betrieb zahlreicher Wasserräder genutzt, welche der dortigen Industrie Energie lieferten.
Wir fuhren von dort aus Richtung Norden, wo wir zuerst die Stadt Orange erreichten, bevor wir im Ort Mondragon einen weiteren Halt machten. Wir genossen die exzellente Radinfrastruktur, die ist in Frankreich wirklich vorbildlich! So war das Durchqueren von grösseren Städten auch recht einfach, auch wenn wir sie natürlich wenn möglich trotzdem umfuhren.

Nach Mondragon erreichten wir endlich die Rhone, und somit den Radweg ViaRhôna, welcher vom Genfersee bis an das Mittelmeer führt. Leider regnete es an diesem Tag stark, und unsere neu imprägnierten Regenkleider hielten dem Wetter nach ein paar Stunden nicht mehr stand…
Bei unserem Mittagshalt in einem kleinen Restaurant, wo wir tropfnass ankamen, lernten wir einige kulturelle Unterschiede zur Schweiz kennen: Als ich zum Aufwärmen vor dem Essen eine heisse Schokolade bestellte, konnte sich die Kellnerin kaum erholen und frage: „Wo kommen Sie den her? Wo macht man so etwas?“. Ausserdem lernten wir auch, dass man das Besteck neben den Teller legen muss, wenn man noch nicht fertig ist – und nicht wie bei uns auf „4 Uhr und 8 Uhr“ 😉 Unserem niederländischen Radfahr-Kollegen am Nebentisch wurde nämlich fast der halbvolle Teller abgeräumt, weil die Kellnerin dachte, er sei fertig…
Auch am nächsten Tag – wieder auf dem ViaRhôna – war es regnerisch. Immerhin war die Fahrt der Rhone entlang angenehm flach und vom gefürchteten Mistral blieben wir verschont! So erreichten wir nach nur zwei Tagen an der Rhone die Stadt Valence.
In Valence legten wir eine Woche lang Pause ein. Das Wetter war mieserabel und es regnete jeden Tag. Dies war aber nicht der Grund für den kleinen Urlaub. Ich reiste nämlich alleine mit dem Zug in die Schweiz, während Vivi in Valence die Fahrräder und unser Gepäck hütete.
Grund für meine Heimreise war ein Vorstellungsgespräch. Ich hatte schon die erste Runde online überstanden, musste aber für die zweite Runde vor Ort sein. Eigentlich wollte ich erst nach Stellen Ausschau halten, nachdem wir zurückgekehrt sind, aber ich hatte etwas sehr spannendes gesehen und wollte mir diese Möglichkeit nicht entgehen lassen.

Am Freitag nahm ich also den Zug via Genf zurück in die Heimat, samstags ging ich anständige Kleidung kaufen, am Montag hatte ich das Gespräch, und am Dienstag nahm ich schon wieder den Zug zurück nach Valence. Obwohl das Gespräch eigentlich gut gelaufen war, haben sie sich dennoch für jemand Anderes entschieden. Schade, aber the show must go on…
Ich freute mich auf jeden Fall auf die Wiedervereinigung mit Vivi und auf die Weiterfahrt. Nach einem gemeinsamen Tag in Valence stiegen wir eine Woche nach der Ankunft dort wieder in den Sattel.
Nach einer Woche mehr oder weniger Dauerregen war es pünktlich für unsere Abfahrt wieder schön Wetter und wir verliessen das Rhonetal. Wir folgten nun der Isère, welche sich südlich von Valence mit der Rhone vereint. Auch dort gab es mehrheitlich einen gut ausgeschilderten Radweg und langsam erschienen auch die ersten schneebedeckten Berge am Horizont.
Wir verpflegten uns mittags meistens bei Supermärkten und kochten dann abends etwas, um die Kosten möglich niedrig zu halten, da wir in Unterkünften schliefen. In Saint Romans – unserem nächsten Halt – war direkt neben unserem Studio eine Bar, wo eine Jamsession stattfand. Wir schliefen erst spät…
Am nächsten Morgen regnete es wieder, aber wir machten uns trotzdem gut gelaunt auf den Weg nach Grenoble. Die Landschaft der Isère entlang war wunderschön. Umgeben von spektakulären Felsen und Bergen spürten wir, dass wir nun in den Alpen angekommen waren.
Nach einer Nacht im Hotel in Grenoble fuhren wir wieder mal eine etwas längere Etappe nach Aix-les-Bains. Dort hatten wir vor unserer Fahrradreise schon einmal Urlaub gemacht und hatten dort ein super gutes Restaurant entdeckt. Da dieses am nächsten Tag geschlossen war, wollten wir unbedingt an diesem Tag dort ankommen, was wir auch schafften. Empfehlung!

Gestärkt fuhren wir eine kurze Etappe nach Annecy, wo wir einen persönlichen Kontakt hatten. Es wartete ein Bett und eine warme Mahlzeit auf uns, was natürlich sehr toll war! Auch in Annecy waren wir schon einmal, weshalb wir dort kein Sightseeing machten und die Zeit mit Vivis Kollegin und den zwei herzigen Kindern genossen.
Am nächsten Tag folgte die letzte Etappe in Frankreich, von Annecy aus bis an die Schweizer Grenze bei Archamps. Die Etappe war mit 30km nur kurz, dafür gab es einige Steigungen zu bewältigen. Glücklicherweise hatten wir noch einmal richtig Glück mit dem Wetter, es war trotz schlechtem Wetterbericht warm und trocken. Kurz nach dem Col du Mont Sion auf knapp 800 Metern über Meer sahen wir auch schon den Genfersee mit dem Jet d’Eau!
Wir kamen früh am Nachmittag im Hotel an und nutzten den freien Halbtag als Pause. Vor uns lag nun nur noch die letzte Etappe durch die Schweiz bis nach Hause!

































Herzlich Willkommen zurück in der Schweiz🙏🥰
Danke <3
Liebe Vivi, lieber Damian
Herzlich willkommen und Gratulation zu eurer coolen Mission! Ich bin gerade etwas traurig, dass ich keine tollen Berichte mehr lesen werde 🥲 Ich habe eure Mails mit den Fotos und Erzählungen immer rasch und gespannt gelesen. Ich wünsche euch nun keinen allzu heftigen Kulturschock, ein rasches Einleben und dass sich beruflich bald die richtigen Türchen öffnen! Herzlich, marianne
Hallo Marianne
Keine Sorge, das Velofahren ist uns noch nicht verleidet. 😉 Es kann also gut sein, dass es auch in Zukunft noch Berichte von anderen Reisen geben wird. Danke fürs Mitlesen!
Liebe Grüsse
Damian & Vivi
Herzlich willkommen zu Hause liebe Vivi, lieber Damian
Schön, dass ihr wohlbehalten zurück seid und uns bis zuletzt mit eurem spannenden Reisebericht verwöhnt habt. Ein grosses Dankeschön dafür an euch beide.
Wir wünschen euch gutes Ankommen und viel Erfolg für die anstehenden nächsten Schritte.
Barbara und Peter
Hallo zusammen
Vielen Dank fürs Mitlesen!
Liebe Grüsse
Damian & Vivi
hallo zäme,
schön, dass dir wieder deheime sid. mir gratuliere zu dere leischtig.
guets iläbe u liebi grüess
heidi u fritz
Hoi zäme
Merci viumau
Liebi Grüess
Damian & Vivi